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"Wohin führt die Vermessung unserer Kinder"

Mi. 21. März 2018, St. Gallen

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Am 4. März 2018: Ja zur Mitbestimmungsinitiative «Lehrplan vors Volk»

Die grosse Chance der Mitbestimmung 

Frau Regierungsrätin Steiner warnt mit eindringlichen Worten, den Lehrplan noch infrage zu stellen. Die Schule stehe vor einem Chaos, falls der Lehrplan nicht ab diesem Sommer umgesetzt werden könne. Die Warnung hat offenbar bei den Presseleuten grossen Eindruck gemacht. Nur so ist es zu erklären, dass der Tagesanzeiger mit keinem Wort auf die Kritikpunkte unserer Volksinitiative eingegangen ist und die Regionalzeitungen in erster Linie die Arbeit der Experten lobten. Der Auftakt zum Abstimmungskampf glich einer eigentlichen Verweigerung einer Auseinandersetzung mit den Anliegen der Initiative «Lehrplan vors Volk».

Wer nicht Erziehungswissenschafter oder Bildungsrat sei, könne einen Lehrplan nicht beurteilen, ist zurzeit die vorherrschende Meinung in den Medien. Nur wird ausgeblendet, dass es oft die gleichen Experten waren, welche für verschiedene Fehlentwicklungen in der Volksschule verantwortlich sind. Das Konzept der schulischen Integration ist weitgehend gescheitert, zahlreiche Lehrmittel mussten durch Schulpraktiker grundlegend korrigiert werden und das selbstorganisierte Lernen lässt frustrierte Kinder und Eltern zurück.

Ein Blick über unsere nördliche Grenze zeigt, was passiert, wenn Experten allein über die Zukunft der Schule bestimmen. Das Bundesland Baden-Württemberg hatte bis vor wenigen Jahren eine erfolgreiche Volksschule. Mit dem Regierungswechsel aber wurde die Schule zu einem Experimentierfeld für risikoreiche Reformen. Das Resultat ist verheerend: Der einstige Spitzenreiter Baden-Württemberg liegt heute am schulischen Tabellenende der Bundesländer. Das Volk konnte dabei nur ohnmächtig zuschauen.

Zum Glück gibt es bei uns eine gut ausgebaute Mitbestimmung. Wir müssen nicht einfach zusehen, wenn Lehrerinnen und Lehrer durch praxisferne Ansprüche eines Lehrplans die Faust im Sack machen. Wir müssen es nicht hinnehmen, wenn ein Lehrplan so kompliziert und widersprüchlich ist, dass er als Kompass nichts taugt. Wir können die berechtigte Forderung aufstellen, dass ein Lehrplan ein gut verständlicher Wegweiser ist. Um eine Entwicklung wie bei unseren südlichen Nachbarn zu vermeiden, braucht es eine vernünftige Kontrolle durch das Volk. Diese demokratische Schlusskontrolle und nichts mehr fordert die Zürcher Initiative «Lehrplan vors Volk».

Das eine Schwergewicht unseres Newsletters bilden die Stellungnahmen unserer Komiteemitglieder an der Medienkonferenz zur Initiative vom letzten Montag. Wir hoffen, dass die ausgezeichneten Beiträge über diesen und weitere Kanäle die verdiente Verbreitung finden.

Der andere Schwerpunkt ist der fundierte Beitrag von Josef Kraus über den schleichenden Niedergang der deutschen Schulen. Der langjährige Vorsitzende des deutschen Lehrerverbands zeigt in einer brillanten Analyse auf, wie pädagogische Experten die Schulentwicklung in falsche Bahnen gelenkt haben.

Und das Wichtigste: Schreiben Sie Leserbriefe, beteiligen Sie sich an Diskussionen und überzeugen Sie Ihre Umgebung von der Initiative „Lehrplan vors Volk“!

Für das Redaktionsteam «Lehrplan vors Volk»

Hanspeter Amstutz 


Inhalt

  • Echti Chance für all eusi Chind!
    Lancierung Abstimmungskampf Mitbestimmungs-Initiative «Lehrplan vors Volk
    Camille Lothe, Vorstand JSVP Kanton Zürich
    Anita Borer, Kantonsrätin Zürich und Gemeinderätin Uster
    Sandro Lienhart, Vizepräsident Jungfreisinnige Kanton Zürich
    Régis Ecklin, Lehrer
    Dr. med Hannes Geiges, Kinderarzt und Mitglied der CVP
  • «Aufstand» für bewährte Bildung
  • «Die Angst ist gross, dass das Kind den Anschluss verliert
  • Lehrplan vors Volk
  • Zur Initiative Lehrplan vors Volk
  • Online-Kommentare zum Artikel vom 17.1.2017 im Tages-Anzeiger
  • Veranstaltungshinweise

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