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Newsletter vom 25. 6. 2017

«Der Regierungsrat beschliesst den Lehrplan auf Antrag des Bildungsrates. Der Lehrplan bedarf der Genehmigung durch den Kantonsrat. Der Kantonsratsbeschluss, mit dem der Lehrplan genehmigt wird, unterliegt dem fakultativen Referendum».

Wie es schwarz auf weiss in der Initiative „Lehrplan vors Volk“ steht, soll der Zürcherische Lehrplan wie bisher vom Bildungsrat ausgearbeitet werden. Abschliessend soll aber nicht der Regierungsrat, sondern der Kantonsrat den Lehrplan genehmigen, also ja oder nein dazu sagen können. Das Volk soll mit dem fakultativen Referendum das letzte Wort haben.

Als ehrlicher Demokrat und Verfechter einer Volksschule, die ihren Namen verdient, muss man die Initiative einfach unterstützen. Die Debatte im Kantonsrat zur Initiative zeichnen – seitens der Parteien – ein anderes Bild: Eine Diskussion über den Lehrplan sei dem Kantonsrat und dem Volk nicht zuzutrauen. Wer dies behauptet, blendet alle bisherigen Abstimmungen aus, bei denen wir über komplizierte Gesetze mit zig Seiten abgestimmt haben. Da ist es doch nur angebracht, dass wir zum Lehrplan – der Grundlage von dem, was unsere Schülerinnen und Schüler als Vorbereitung auf das berufliche und gesellschaftliche Leben lernen sollen – ein echtes Mitspracherecht haben. Nicht umsonst heisst es „Volksschule“ und nicht „Staatsschule“.

Obwohl sie sich gegen eine Diskussion über den Lehrplan im Ratssaal wehrten, sprachen viele Parlamentarier dennoch inhaltlich zum Lehrplan. Sie signalisierten damit, dass es diesen von ihnen abgelehnten Diskussionsbedarf doch gibt und es gerechtfertigt ist, dieser Diskussion dann, wenn es einen neuen Lehrplan gibt, ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken.

Mehr zur Ratsdebatte und unserer Initiative lesen Sie in unserem Newsletter. Bereits jetzt herzlichen Dank für Ihre Unterstützung – wenn es in den Abstimmungskampf geht, benötigen wir jede Stimme.

Viel Vergnügen!


Herzliche Grüsse im Namen der Redaktion

Anita Borer


Inhalt

  • Kantonsrats-Debatte, Volksinitiative «Lehrplan vors Volk», 19. Juni 2017, Anita Borer
  • Geschichte auf Englisch – eine Kritik

  • Auf totale Digitalisierung folgt Privatisierung der Schweizer Volksschule
    Das gläserne Schulkind

  • «Lernen ist aufwendig, soll aber auch Spass machen»
  • Herausforderung für die Heilpädagogik

  • Baselbieter Volksschulleiter: «Vertrauen in die Schule ist weg»
  • Thurgauer Entscheid zum Französisch

  • Selbst in Bayern können Schüler nicht mehr rechnen

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